Es ist nie zu spät!
Das Leben neu zu gestalten.
Sich nicht an die Wege die wir in glücklicher oder traurige Zeit
gingen zu binden. Die Augenblicke und Gedanken die uns immer an die
Vergangenheit erinnern und wir uns deshalb daran klammern,
weil sie uns ganz vertraut sind.
Ein Unfall veränderte mein Leben von heute auf morgen.
Traurige und niederschmetternde Ereignisse häuften sich und ich
fragte mich immer wieder warum verläuft mein Leben auf einmal so. Es
passierten Dinge in meinem Leben die ich nie wollte dass sie so
passieren.
Ich wünschte mir die Zeit zurück zu drehen und vieles
anderes zu machen.
Ich konnte mit mir, meinen Schmerzen, meiner Wut und meinen Zweifel
nicht umgehen.
Ich fragte mich immer wieder, warum wurde ich zurück geschickt und
darf nun diesen schweren Lebensweg gehen? Ich war sehr erschöpft und
fragte mich: was habe ich falsch gemacht, dass Gott mich so
eingebremst hat. Ein Riesen Steinbruch lag vor mir und mein Weg war
zu Ende.
Ich suchte in meiner schwierigen Lebensphase einen Weg wo ich ein
Licht am anderen Ende des Tunnels wieder sehen würde. Ich wollte
einen Weg aus meiner Dunkelheit finden.
Als ich das erste Mal wieder auf meinen Beinen stand, freute ich
mich riesig. Meine erste Krise hatte ich überwunden und begann
nachzudenken.
Ich musste eine Entscheidung treffen. Falle ich in mir zusammen,
gebe ich auf oder sammle ich alle meine Kräfte die ich noch hatte um
nach vorn zu schauen.
Ich konnte zwar
in meiner schweren Zeit jede Hilfe gebrauchen, aber durch meine
Sichtweise hatte ich genau diese Hilfe nicht erkannt.
Ich musste den ersten Schritt machen, aber wo hin? Für mich gab es
nur einen Weg und der war mit Sicherheit nicht der Leichteste für
mich.
Ich krempelte meine Ärmel hoch und beseitigte meine Ängste und
Zweifel. Es bedeutete für mich viel Arbeit, aber ich habe dies als
meine Chance gesehen.
Ich musste lernen altes loslassen, wenn es mir auch sehr sehr schwer
viel. Angefangen mit der Wut im Bauch durch mein schmerzliches
Ereignis. Ich glaubte diesen Stein überwunden zu haben. Durch
weitere niederschmetternde Befunde kam mein Ärger durch mein
Ereignis wieder hoch und ich fand mich wieder ganz am Anfang. Dieser
Lichtblick endete für mich wieder in der Dunkelheit.
Ich fragte mich wieder aufs neue: Was hat das alles für einen Sinn?
Warum und weshalb hat es mich so erwischt? Ich sehnte mich nach
einem Licht. Ich lernte zwei liebevolle Engel kennen und sie
schritten mit mir das Tal der Tränen durch. Sie begleiteten mich in
ein neues Leben und gaben mir Mut zum entscheiden und handeln.
Zwischen Ebbe und Flut fand ich in kleinen Schritten Stück für Stück
zu mir zurück.
Denn nichts im Leben geschieht ohne Grund und wir haben hier auf
Erden einiges zu erfüllen. Ich konnte dies auch erst jetzt
begreifen.
Ich fand meinen persönlichen Platz in dem die Zeit still zu stehen
scheint gefunden.
Ich hatte es geschafft meine Gedanken und Gefühle neu zu ordnen.
Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl zu wissen, dass ich meinen
Platz wieder gefunden hatte. Die Ausdauer und Mühe haben sich
gelohnt und diese Entscheidung war richtig.
Ich sah auf einmal das Licht, dass mich führte und leitete.
Es passierten Dinge, die ich erst im nachhinein verstehen
konnte.
Es begegneten mir
auf einmal viele liebe Menschen, mein Bewusstsein war erweitert,
konnte neue Erkenntnisse gewinnen.
Meine Engel gaben mir zu verstehen es gibt weitere Möglichkeiten,
Türen und Wege.
Ich musste eine weitere Entscheidung treffen.
Mein Weg endete an der Kreuzung und ich fragte mich: Wo gehe ich
hin?
Rechts, links oder gerade aus. Ich ging nach links und die nächsten
Steine legten sich auf meinen Weg. Welche Bewährungsprobe musste ich
nun wieder bestehen? Ich musste das vertrauen zu mir, meiner
Umgebung und den höheren Mächten finden. Ich hatte durch meinen
Unfall das ganze Vertrauen zu den Ärzten, Menschen und Gott
verloren. Ich vertraute meiner Welt nicht mehr, den ich habe immer
wieder alles in Frage gestellt. Ist das jetzt richtig oder ist es
falsch ... was soll das alles ... wie geht es weiter ... was kommt
noch ... schaffe ich das oder nicht ... warum immer ich ...usw.
Ich arbeitete an meinem vertrauen und vertraute mich den höheren
Mächten an.
ICH VERTRAUE - waren meine Worte... Ich wurde dabei beschützt und
getragen.
Meine Engel gaben mir ein weiteres Zeichen:
Lass "alles" los was dich in der Vergangenheit verletzt hat. Löse
dich von deinem großen Rucksack, den du auf deinem Rücken trägst. Es gab noch Dinge die ich
bisher nicht geschafft habe loszulassen. War mir aber beim ersten
loslassen nicht bewusst, dass meine Herkunftsfamilie auch damit
gemeint war.
Ich war an einem schmerzlichen Punkt angekommen und musste das
dunkle Tal alleine durchqueren.
Je weiter ich kam um so wunderschöner und strahlender war das Licht
das mich mit offenen Armen erwartete. Dieses Licht führte und
leitete mich wieder.
Es geschahen Ereignisse die ich nicht für
möglich hielt.
Jeder Abschied bedeutet, sich für Neues zu öffnen.
Loszulassen um
für Neues frei zu sein.
Erst jetzt erkenne ich was loslassen bedeutet und ich mich auf das
Neue freuen kann.
Es wurde mir sozusagen ein Neubeginn ermöglicht.
Der Grundstein für einen Neuanfang war gelegt - bin gespannt was die
Zukunft mit sich bringt...
Ich öffnete mich
den neuen und ungewohnten Umstände und merkte wie sich mein Herz
weiter und weiter öffnete.
Ich fand meine innere Balance wieder und stand wieder mit beiden
Füssen im Leben.
Jeder neue Tag ist ein neues
Geschenk und eine neue Chance.
"Wenn Du an deine Stärke glaubst, wirst du täglich stärker" (Mathatma
Gandhi)
Den es gibt viele Wege, die es sich lohnt zu gehen.
Es gibt so viele
Menschen, die ich in den letzten Monaten/Jahren kennen lernen durfte, denen
ich meinen besonderen Dank sagen möchte. Ich denke es braucht keine Namen, denn
ihr alle wisst, wenn ich meine. Ihr habt mir Wärme, Mut, Kraft,
Zuversicht und Geborgenheit geschenkt. Dies alles trug mich über
viele Stunden/Monate und werde ich immer als was ganz besonderes in
meinem Gedächtnis behalten.
Durch eure Hilfe und Unterstützung egal in welcher Form auch immer
bin ich meinen Weg konsequent weiter gegangen, wenn er
nicht immer leicht war.